VEREIN

NEUES LANDLEBEN e.V

gegr. 2014

 

und die.....

 

WIEDERGEBURT EINER REGION „RUHNER LAND“

 

Ausgangssituation

Das lange Sterben

Viele Gemeinden in den ländlichen Regionen sind überschuldet , die Bevölkerung vergreist. Die wirtschaftliche Entwicklung neben den Agrargenossenschaften und Pflegediensten kommt mehr und mehr zum Erliegen. Viele Handwerker müssen zunehmend in den Metropolen nach Arbeit suchen. Gerade in den am dünnsten besiedelten Gebieten der Republik wie bei uns in Ziegendorf machen sich viele Bürger Sorgen um die Zukunft ihrer Dörfer. Ehemalige Dorfkneipen sind längst aufgegeben worden, die letzten kleinen Läden schließen. Einsamkeit und Frustration zog in viele Häuser. Niemand glaubte mehr an irgendetwas. Auch für Ziegendorf als vollkommen überschuldete Gemeinde schien es keinen Ausweg aus dieser Entwicklung zu geben.

 

Der Neuanfang durch Bürgerengagement

Als in Ziegendorf die allerletzte gemeinsame Dorfaktivität, „das Erntefest“, abgeschafft werden sollte, sah es so aus, daß sämtliches Dorfleben für immer erlischt. An diesem Punkt wurde es einigen Dorfbewohnerinnen zu viel. 2013 setzten sie sich zusammen und überlegten, was man tun könnte. Als erstes half die evangelische Kirche und bot den Frauen das alte leerstehende Pfarrhaus an. Damit gab es zumindest schon einmal wieder einen Treffpunkt, wo man sich für weitere Überlegungen zusammensetzen konnte.

 

 

Der glückliche Weg aus der Misere

Der glückliche Zufall wollte es, dass ein kreativer Kopf in einer anderen Gemeinde zufällig von dem Wettbewerb „Schönstes Straßendorf“ aus den Medien erfuhr. Diesem Menschen war sofort klar, dass es dem Initiatiator „Netzwerk Nachbarschaft“ Hamburg nicht nur um einen schönen Garten ging. Frau Mühlens, die Gründerin des Netzwerks, wollte als engagierte Bürgerin mit ihrer Idee Menschen wieder zusammenführen. Umso schöner war es, dass man im fernen Hamburg das Engagement der Frauen von Ziegendorf mit dem höchsten zu vergebenden Preis anerkannte.

Es gibt Hilfe für die „Vergessenen“

Diese erste Preisvergabe war für Ziegendorf der große Wendepunkt. Kaum einer hätte es jemals für möglich gehalten, dass es noch Menschen oder Institutionen geben würde, die sich für das Schicksal dieses sterbenden Dorfes interessierten. Als dann auch noch Kai Pflaume samt Fernsehteam bei der Bürgermeisterin Petra Mannfeld eines Morgens vor der Türe stand, um ihr einen weiteren Preis zu übergeben, verschlug es den letzten Miesmachern die Sprache. Das Team der Goldenen Bild der Frau würdigte das Engagement der Ziegendorfer Frauen. Mit zehn anderen Preisträgerinnen stand sie, die Biobäuerin aus dem Ortsteil Drefahl, einige Monate später im Operettenhaus Hamburg auf dem Podium und erhielt den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis als „Goldene Bild der Frau 2015.

Mittlerweile hatten 2014 die Akteure den Verein „Neues Landleben e.V.“ gegründet. Mehr und mehr Menschen begannen sich nun für ihr Dorf zu engagieren. Gemeinsam räumte man das Dorf mit seinen leerstehenden Häusern auf. Eingeworfene Fensterscheiben wurden mit Platten zugenagelt und von Jugendlichen bei einer Kunstaktion des Kulturforums Pampin bunt angemalt. Müll und Dreck wurden auf dem Friedhof eingesammelt und entsorgt. Man pflanzte „gemeinsam“ Narzissenwiesen, die wiederum vom Hagebaumarkt Perleberg und der VR Bank Parchim gespendet wurden. Aus ein paar wenigen Frauen entstand eine ganze Dorfbewegung.“ Selbst das Holz für das Beheizen des ehemals brach liegenden Pfarrhauses hackten Gert Möller und Reinhold Schmitt ohne dafür einen Pfennig Geld annehmen zu wollen,“ sagt Petra Mannfeld, stellvertende Vorsitzende des Vereins.

 

Aus vier Optimistinnen wurden hundert Optimisten

Der kreative Kopf Tobias Schweitzer, Vorsitzender des Vereins Neues Landleben, aus dem benachbarten brandenburgischen Bresch dachte weiter. Dank Maritta Rossow erfuhr er von dem Aufruf der Bundesregierung, die mittlerweile auch händeringend nach neuen Lösungen für die Dörfer sucht, zu „Mehrfunktionenhäuser für die Dörfer“.

Er entwickelte das Konzept für das alte Pfarrhaus im November 2015. Ob Dorfzimmer, Poetenstube oder Innovationsstube, ihm ging es darum, alles was in Ziegendorf fehlte, in ein Haus zu versammeln. Ein Tag vor Weihnachten stand schließlich fest, dass uns auch dort geholfen würde. Die 10 000 Euro Preisgeld der Goldenen Bild der Frau konnten als Eigenanteil für den Umbau des Pfarrhauses zum „Treffpunkt Altes Pfarrhaus Ziegendorf“ verwendet werden. Und auch durch die ehrenamtliche Mitarbeit vieler Bürger, die alte Öfen abrissen und Tapeten entfernten, schaffte man 2016 die Sanierung. Ob Kirche als Besitzer des Hauses, dem Verein Neues Landleben e.V. als Träger und die Bürger Ziegendorfs als Nutzer, alle ziehen an einem Strang. Selbst das Sozialministerium für Arbeit, Soziales und Gleichstellung des Landes MV hielt sich nicht lange mit Hilfe zurück. Im Rahmen der „Kleinprojekte“ engagierte es sich bei e-mail Kursen für Senioren, Hausaufgabenzimmer für Schülernachhilfe, Obstbaumschnittkursen usw. Wiederum ist es vielen ehrenamtlich mitwirkenden Bürgern zu verdanken, dass auch dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde. Statt der 100 geforderten Arbeitsstunden wurden mehr als 200 geleistet. Sozial benachteiligte Personenkreise erhielten somit von ihren Nachbarn Unterstützung. Ob der Pastor Lehmann aus Meierstorf, die Feuerwehr, die Frauen und Männer des Dorfes, Fachleute der Region, es waren viele, die halfen. Bildungsangebote und soziales Miteinander wurden überraschend gut angenommen.

 

Es hat sich anhand der Kleinprojekte gezeigt, dass in diesem Bereich ein enormen Bedarf besteht, der durch übliche Strukturen wie Volkshochschulen in den Städten niemals abgedeckt werden könnte. Es zeigt sich, dass man über Dorfleben neu nachdenken muss. Man muss die einfachen Menschen wieder ernst nehmen“ sagt Maritta Rossow, die Projektleiterin der Kleinprojekt

Fast ein Drittel der Bewohner konnte auf diese Weise mobilisiert werden, das Schicksal ihres Dorfes selbst in die Hand zu nehmen. Aus dem ursprünglichen Slogan „Gemeinsam statt Einsam“ war Realität geworden.

 

Ziegendorf wird zum Leuchtturm einer sterbenden Region

Vor allem dank der Schweriner Volkszeitung , der vereinsnahen Onlinezeitung Neue Prignitz oder aber auch der Zeitschrift Bild der Frau erfuhren immer mehr Menschen von dem ungewöhnlichen Projekt. Andere Dörfer, weitere Medien und auch die Verwaltungen und Ministerien begannen über die Erfolge des bürgerschaftlichen Engagements nachzudenken.

2016 wurde zudem ein weiterer Preis gewonnen, bei dem dieses Mal die NUE- Stiftung (Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung) Ziegendorfs Entwicklung half. Aus Mitteln der Bingolotterie konnten auf dem kargen Dorfplatz ein gestalteter Bienenpark mit 100 Obstbäumen gepflanzt werden.

Dem Traum, aus einem verwahrlosten Dorf ein Gartendorf zu machen, sind wir einen entscheidenden Schritt näher gekommen“ , sagt der junge Landschaftsarchitekt Marco Wolschendorf, der den Bürgern mit seinem Fachwissen half, dieses Projekt umzusetzen.

 

Aus Ziegendorf wird Ruhner Land

Während der Auseinandersetzung mit unserem Dorf fiel uns auf, dass sich auch in den umliegenden Gemeinden Menschen für die Zukunft ihrer Dörfer aktiv interessieren. Ob in der benachbarten Gemeinde Marnitz, wo es vor allem dem dortigen Bürgermeister Herrn Horst Buchholz zu verdanken ist oder auch in der Gemeinde Siggelkow um den Akteur Dr. Heinz Niemann, es gibt doch deutlich mehr Menschen, als man auf den ersten Blick meint, die ihre Heimat in die Zukunft führen möchten.

Das allgemein gängige Klischee von den Dörfern, die sich aufgeben, stimmt so nicht. Die düstere Zukunft der Dörfer, welche über Gutachten und Medien verbreitet wird, ist falsch. Es gibt genügend Menschen, die in vielen vielen Dörfern Deutschlands sich nicht damit abfinden wollen, dass ihre Heimat aufgegeben wird. Traurig ist, dass man Professoren und Bürokraten auf den Entscheidungsebenen mehr Gehör schenkt als uns einfachen Menschen, die oft schon im Kleinen Lösungen leben“ , sagt Richard Küsel, Architekt des Pfarrhauses.

Vor zwei Jahren luden wir aus diesem Grunde 7 Bürgermeister aus MV und dem benachbarten Brandenburg ein. „Einstimmig“ wurde beschlossen, über neue Lösungsansätze für das zukünftige Dorfleben in unserer Region mit den Bürgern nachzudenken. Wir wollen gemeinsame Wege grenzüberschreitend gehen. Bei einer „Ideenschmiede“ im Pfarrhaus entwickelte man daher das Konzept „Ruhner Land. Eine Region erfindet sich selbst“ für die Dörfer um die Ruhner Berge.

Dieses Konzept möchte nun die Robert Boschstiftung in Zusammenarbeit mit dem Thüne Institut Berlin gerne unterstützen. Aus 1200 ostdeutschen Projektvorschlägen wurden 20 als Pilotprojekte ausgewählt und gewürdigt. In ihrem Neulandgewinnerprojekt wurde Tobias Schweitzer am 1 Dezember 2016 als kreativer Kopf zum Neulandgewinner 2016 gekürt, um mit den Bürgern zusammen ihre Träume zu verwirklichen.

 

Am 28.- 29. April 2017 wird mit der Einweihung des Pfarrhauses und des Dorfparks von Ziegendorf ein grosses Bürgerfest stattfinden wo Jeder herzlich eingeladen ist.

 

Zukunftsgedanke „Stadt-Landverknüpfung“

Ruhner Land“ als Pilotprojekt für Menschen, die wieder raus aufs Land wollen

Aufgrund des demographischen Wandels muss die Dorfentwicklung an die gesamtgesellschaftliche Entwicklung in den Städten angeknüpft werden. Hierfür wollen wir neben den ohnehin bereits entstehenden Projekte auf dem Land spezielle Projekte entwickeln. Projekte, die Städtern Dorfleben verständlich machen sollen. Dorfleben als Alternative zum stressigen Stadtleben ist eine wirklich Alternative für viele, die den modernen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind oder nicht gewachsen sein wollen.Mit Ihnen gemeinsam werden wir Landleben neu von unten formulieren und entwickeln.

Träumen lohnt sich....

 

Landlust kann nicht nur eines der best verkauften Magazin in Deutschland sein. Landlust kann auch eine neue Art des Zusammenlebens und Wirkens auf dem Lande sein, das Zukunft hat. Das zukünftiges Landleben sein wird“

Ideenfinder Tobias Schweitzer

 

 

DANKE

 

;-))))))



Bildergebnis für logo bundes ernährungsministeriumTobias Schweitzer, Ihre Antwort findet Beachtung!

Unsere Empfehlungen.  (ausfühliche Veranstaltungsauflistung im  Kulturkalender Parchim-Prignitz)

 Deutschlandradio Kultur wird über Nachbarschaftsaktivitäten des Vereins Neues Landleben e.V. im Ruhner Land ausführlich berichten.  Danke Deutschlandradio

Kultur !!! im Namen der Bürger, die sich engagiert als optimisti-

sche Gemeinschaft in der Region formieren, um gesellschaftliches Miteinander basisdemokratisch zu leben.

 

Wie in der Prignitz ja fast immer üblich, ignoriert „unser“ Regionales Radio die Innovations-

bewegung der Prignitz auch weiterhin. (siehe Artikel).

 

Schade, dabei würden die Neuen Wege so viele Menschen interessieren und Hoffnung für die Zukunft wecken. Sendet ruhig weiter Karel Gott und Helene Fischer, als ob der Osten nicht mehr zu bieten hätte. Statt über AFD Zuwächse zu berichten, solltet Ihr den Menschen der Region die Chance geben, über ihre bunten neuen Landideen im Radio zu berichten.

 

Kurznews

Tourismusverband Prignitz und Verein Neues Landleben plant informelles Treffen um Innovationen zu besprechen.

Neue Arbeitsplätze

Job sharing Land

Im Ruhner Land entwickeln sich neue Arbeitsplätze durch neue Job Sharingmodelle

empfehlenswert

Kultur/ Veranstaltungsorte

 

Elbelandpartie

Alle Kulturakteure der Prignitz

http://2016.elbelandpartie.de/

_________________________________

Berge

Dorf- und Kulturverein

"Leben in Berge e.V."

Telefon (038785) 60266

 

Boberow

Moorscheuene

www.moorscheune.de/

 

Mankmus

http://www.alteschule-mankmuss.de/

Schloss Grube

http://www.schloss-grube.de/6/

Schloss Wolfshagen

http://www.schlossmuseum-wolfshagen.com/

 

Tangendorf

Kulturhof Pusteblume

https://veranstaltungenvomlebenshofpusteblume.wordpress.com/

Regionale Bioprodukte

 

regionale Produkte

http://www.kramerundkutscher.de/

Bienen/ Honig

http://www.bienenlandprojekt.de/

Geflügel

http://prignitzerlandhof.jimdo.com/

Biorind

http://www.gut-drefahl.de/bio-rinder/

Kräuter

www.prignitzer-kraeuterhof.de/

 

nachhaltiger Landschaftsbau

Peter Gruhn Pampin

Marco Wolschendorf 015115223426

 

"Menschlichkeit" als Kapital der ärmsten Region Deutschlands wird zum Wiederbeleber.

Märkte werden wieder organisiert

 

 

LIEBE... zählt

 

Wir trauen, wir kochen, wir backen Kuchen, wir kümmern uns um die Alten, wir geben Häftlingen ne Chance....  wir bauen als Landfrauen, als Bürger des Ruhner Landes etwas auf, was es nicht gibt: Freundschaft,. Fairness, seriöse Löhne...

 

Leben

und

leben lassen

 

Geben und Nehmen haben wieder ihr Zimmer.

 

Ich glaube an Gott, Ich glaube an Wunder und ihr seht, es geschieht.

 

Ihr werdet berühmt für eure Ideen. Der Norddeutsche Jakobsweg durchs Ruhner Land wird entstehen.

Im Untergang der Neuanfang. Es trägt uns die Vision, dass es hier im Nichts 'ne Heimat der Freiheit für uns alle gibt.

 

 

empfehlenswert Kulturkalender

www.parchim-prignitz-kulturkalender.de

Landhaus Bresch bei Facebook
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Der alte Herr versprach sich, anstelle von" freier Presse" sagte er aus Versehen "Breite Fresse."

 

MUT

BÜRGER

statt

WUT

BÜRGER

 

RADIO RUHNER LAND

geplant

 

Will ja derzeit wieder kein Radio über unsere neuen Ideen berichten dann gründen wir doch ein Eigenes wie diese Zeitung unsere ist